Einige Krankheitsbilder

 

 

 

Arthrose

 

Eine degenerative Verschleisserkrankung als Resultat nachlassender Regenerationsfähigkeit des alternden Gelenkknorpels einerseits und körperlicher Belastung, Überlastung oder Fehlbelastung von Gelenken andererseits.

 

Grundsätzlich ist zu beachten, dass Gelenkknorpel nur ernährt wird und sich aufbauen kann, wenn er einer regelmässigen, nicht übermässigen Belastung ausgesetzt wird. Daher ist körperliche Betätigung, mitunter auch unter Beschwerden unerlässlich für eine Besserung der Symptome.

 

Gleichzeitig ist eine korrekte und ausgewogene Statik insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule oder der Achsausrichtung der unteren Extremitäten mit Haltungsaufbau oder z. B. Einlagenversorgung oft mit einfachen Massnahmen zu erreichen. So ist etwa in vielen Fällen eine Minderung von Knieschmerzen bei Gonarthrose (Kniearthrose) um 50% schon durch eine Gewichtsreduktion von nur 5% zu erreichen!

 

Auch können Arthrosen in frühen Stadien durch medikamentöse Behandlung wesentlich, oft bis zur Beschwerdefreiheit gebessert werden.

 

Arthritis

Entweder als aktivierte Arthrose, mit humoraler Beteiligung (z. B. Gicht, Pseudogicht) als eine Erkrankung des Rheumatischen Formenkreises, oder als Infektion. Insbesondere in letzterem Falle ist eine zeitnahe und korrekte Diagnose für den Erhalt des Gelenkes und seiner Funktion von entscheidender Bedeutung!

 

Einklemmungsphänomene/ Impingement

Dies sind letztlich, zumindest im Bereich der grossen Gelenke, Krankheitsbilder welche primär konservativ behandelt werden und bei konsequent durchgeführter Physiotherapie zu befriedigenden Resultaten führen. Operative Massnahmen sind bei gegebener Indikation sinnvoll, aber in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht erforderlich.

 

 

Funktionsstörungen/ Blockierungen

 

Obwohl es inzwischen mehrere Modelle zur Erklärung dieser Erscheinungen gibt, sind die genauen Zusammenhänge noch immer nicht geklärt.

Dennoch ist die klinische Diagnostik ebenso wie die Therapie dieser Krankheitsbilder inzwischen fester Bestandteil ärztlicher Tätigkeit.

 

 

Funktionsstörungen bzw. Blockierungen insbesondere im Bereich der kleinen Wirbelgelenke, aber auch der benachbarten Rippengelenke sind mit die häufigsten Ursachen für Patienten aufgrund von Schmerzen den Arzt aufzusuchen. Die Differenzialdiagnose, d. h. die genaue Abklärung von Schmerzursachen häufig auch benachbarter Körperregionen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, insbesondere dann, wenn der Zusammenhang zwischen Ursache und geklagter Beschwerdesymptomatik nicht in offensichtlich für den Patienten oder Arzt nachvollziehbar erscheint. Hier ist häufig eine ausführliche, manchmal erweiterte Anamnese erforderlich. Die Therapie erfordert viel Erfahrung, ist jedoch weitestgehend frei von Nebenwirkungen oder anderen Beeinträchtigungen/Wechselwirkungen wie zum Beispiel bei Medikamenten. Dies ist insbesondere bei älteren Patienten von Bedeutung, oder aber wenn bereits verschiedene Medikamente aufgrund von Begleiterkrankungen eingenommen werden.